Aktive Leistungsregelung

Urheber: Mergim Morina
Veröffentlicht: 02.02.2026

AZZURRO Wechselrichter besitzen die Möglichkeit, Ihren Ausgabestrom abzuregeln um eine geforderte Einspeisebegrenzung von Wirkleistung seitens des Netzbetreibers einhalten zu können. Vertiefte Informationen finden Sie in der folgenden Rubrik - Einspeise- & Leistungsbegrenzung

Bei komplexeren Anlagen, welche unter Umständen aus Kombinationen von AZZURRO HYD & KTL Wechselrichtern sowie AZZURRO PowerMagic bestehen, können diese integrierten Funktionen nicht oder nur in einem begrenzten Rahmen genutzt werden. Beispiel: Würde man HYD und PowerMagic innerhalb einer Anlage nutzen und denselben Messpunkt für den Netzaustausch verwenden, würden sich beide Systeme gegeneinander aushebeln. Aus diesen gründen kann das AZZURRO HUB als übergeordnetes Energie-Managementsystem (EMS) angewendet werden. Weitere Informationen finden Sie in dieser Rubrik - AZZURRO HUB Energiemanagement

Die Nutzung des AZZURRO HUBs als zentrales EMS erlaubt somit auch die Abregelung der Einspeiseleistung am Netzanschlusspunkt. Diese Anleitung soll die Funktion genauer verdeutlichen.



Navigieren Sie zu Einstellungen > Aktive Leistungsregelung. Hier können Sie folgende Parameter einstellen. Setzen Sie das Häkchen nebst "Aktivieren" um von dieser Funktion Gebrauch zu machen.

Algorithmus "Beste Phase":
In diesem Modus wird die Wirkleistung der einspeisenden Phasen auf den gesetzten Zielwert gedrosselt. Das AZZURRO HUB erlaubt keine Einspeisung darüber. Das bedeutet auch, dass jeglicher Netzbezug über Phasen, welche durch den asynchronen Verbrauch der Anlage stärker beansprucht werden, nicht kompensiert wird.


Algorithmus "Summe der Phasen":
In diesem Modus wird die Summe aller Phasen am Netzanschlusspunkt angewendet. Sollte sich ein Netzbezug durch stärker beanspruchte Phasen ergeben, erlaubt das AZZURRO HUB diesen durch die Einspeisung von Wirkleistung über dem gesetzten Zielwert zu kompensieren, sodass die saldierte Leistung diesen Zielwert erreicht. Im Zweifelsfall sollte der Netzbetreiber konsultiert werden, ob diese Auswahl zulässig ist, da diese Methodik eine Schieflast ans Stromnetz begünstigt.


Ziel-Exportleistung:
Hier wird der Zielwert der einzuspeisenden Wirkleistung ins Netz gesetzt.

Aktive Leistungsbegrenzungsgeschwindigkeit:
Stellen Sie hier die Regelgeschwindigkeit der Steuerung ein. Generell empfiehlt ZCS den Standardwert beizubehalten.

K-Export & K-Importfehler:
Diese zusätzlichen Parameter erlauben eine Feinjustierung der Regelunng. Je höher der Integralwert, desto schneller erfolgt die Regelung, wobei eine Überreaktion zu Regelschwingungen führen kann. Generell empfiehlt ZCS den Standardwert beizubehalten.