CT-Schnittstelle - Installation

Urheber: Mergim Morina
Veröffentlicht: 01.03.2023
Letzte Aktualisierung: 15.06.2026

ACHTUNG!: Die CT-Schnittstelle kann nur zur Messung simpler Anlagen ohne weiteren Erzeugungseinheiten verwendet werden und/oder wenn die Distanz zwischen Messpunkt und Wechselrichter länger als 30m ist!

In dieser Anleitung wird der direkte Anschluss der Messwandler an die Hybridwechselrichter ZP2, ZP3 und PowerMini an die CT-Schnittstelle behandelt.



Anschluss am ZP2 (HYD10000 - 20000 ZSS):
Im Zubehör des Hybridwechselrichters befinden sich:
  • 3x Strommesswandler (120A:40mA / 3000:1)
  • 1x CT-Stecker

In der unteren Abbildung werden die Anschlüsse der Strommesswandler verdeutlicht. Zur korrekten Messung des Netzaustausches ist unbedingt auf die richtige Phasenreihenfolge und Polarität der einzelnen Anschlüsse zu achten.
Gelb (ggf. auch schwarz) = Minus
Rot = Plus

Um das Anklemmen der Messwandler an den Stecker zu erleichtern, kann das Klemmfeld aus der Fassung entnommen werden indem beide Laschen eingedrückt werden. Beim Zusammenbau des Steckers ist darauf zu achten, dass die Nut am Körper des Klemmfeldes an den Steg in der Fassung drinnen eingeschoben wird. Wenn das Klemmfeld flach zur Fassung liegt, wurde der Stecker richtig zusammengebaut.

Setzen Sie den Stecker in die Buchse unterhalb des Wechselrichters mit der Bezeichnung "CT" ein und schrauben Sie diesen fest.




Anschluss am ZP3 (HYD5000 - 12000) & PowerMini (HYD30000 - 60000):
Im Zubehör dieser Hybridwechselrichter befinden sich vorgefertigte Strommesswandler-Peitschen, bestehend aus:
  • 3x Strommesswandler (120A:40mA (3000:1) / 400A:50mA (8000:1))
  • 1x RJ45-Jumper
  • 1x Netzwerkkabel

Die Messwandler sind bereits mit den Aufklebern "A", "B" und "C" versehen um Ihnen die Installation zu erleichtern. Schließen Sie das eine Ende des beigelegten Netzwerkkabels an den RJ45-Jumper der Peitsche, das andere an den Meter/CT-Anschluss des Hybridwechselrichters. Die Anschlüsse am Patchbay sind bei beiden Modellreihen ident.





Messrichtung:
ACHTUNG!: Klemmen Sie Strommesswandler immer zuerst an den Hybridwechselrichter an oder schließen Sie diese kurz. Der Leerlaufbetrieb von Strommesswandlern führt zur Übersättigung des Kerne und kann zu Erhitzungen und Brummen am Bauteil und sogar dem Durchschlagen ihrer Isolation führen!

Klemmen Sie die Strommesswandler nun beim Netzanschluss der Anlage an die zu messenden Phasen an.
  • Der Anschluss am Messpunkt erfolgt immer nach dem Anschluss am Hybridwechselrichter
  • Die Phasenreihenfolge muss einheitlich zum Spannungsmesspunkt am GRID-Port des Hybridwechselrichters sein
  • Der eingravierte Pfeil im Messwandler muss Richtung Netz zeigen




Wichtige Installationshinweise:
Einige wichtige Punkte sind zu beachten:
  • Der Messpunkt sollte im Zweifelsfall immer zwischen dem EVU-Zähler und den Hauptableitklemmen der Hauptverteilung angebracht werden, somit wird die Erfassung aller Verbraucher innerhalb der Anlage sichergestellt
  • Die Spannungsmessung erfolgt am GRID-Anschluss des Hybridwechselrichters, die durchgängige Phasenzugehörigkeit zwischen diesen beiden Messpunkten ist deswegen essenziell um die korrekte Wirkleistung zu erfassen
  • Die Messwandler dürfen ab einer Länge über 30m nicht weiter verlängert werden, es empfiehlt sich generell die Kabellängen so kurz wie möglich zu halten um den Messstrom nicht zu hämmen
  • Passen Sie bei der Nutzung eines Netzwerkkabels zur Verlängerung der Strommesswandler auf, dass es kein Crossover-Kabel ist
  • Das Verlängerungskabel soll denselben Kabelquerschnitt nutzen, aber mindestens 0,75mm²
  • Eine Messkombination simultan mit Strommesswandlern und Energy-Metern ist nicht möglich, für Anlagen mit weiteren Erzeugungseinheiten sind ausschließlich Energy-Meter zu nutzen


In der Regel wird in den meisten Anlagen ein Leistungsfaktor annähernd zu 1.0 erwartet, die Wellenformen von Spannung und Strom sind nahezu synchron zueinander. Der Anschluss eines Strommesswandlers auf die korrekte Phase spiegelt einen ähnlichen Wert wieder. Selbstverständlich kann der Leistungsfaktor bei einem größeren Anteil induktiver Lasten niedriger ausfallen.

Wird der Strommesswandler an die falsche Phase geklemmt (z.B. bei einem Phasenverdreher zwischen Netzaustausch und GRID-Port), sind Spannungs- und Stromwellen um ein Drittel der Periode (=120°) verschoben, was einen Leistungsfaktor von 0,5 entspricht. Das ist ein Indiz einer Falschmessung und muss korrigiert werden, damit der Wechselrichter die korrekte Wirkleistung der Phasen ermitteln kann.



Hier finden Sie Anleitungen zur Einmessung des Wechselrichters: